Regentanz für Klimaschutz

Trotz anhaltendem Regen, fröhlich und motiviert, zog am vergangenen Samstag die 1. Göttinger Silent Climate Parade durch die Innenstadt. Über 200 Personen sind für den Kilmaschutz auf die Straße gegangen und demonstrierten tanzend für politisches und individuelles Handeln mit Verantwortung.

Über Kopfhörer bewegten sich die Teilnehmenden zur Musik der beiden DJ*anes Vytali und Alex von AK Tanzpädagogik. Durch Ansagen, die nur für die Demonstrierenden hörbar waren, konnten jedoch auch immer wieder synchron Forderungen wie „Klimaschutz jetzt!“ laut gerufen werden oder ein spontanes Freeze entstehen. Auch am Ende der Veranstaltung wurde dieser Effekt noch ein mal beim Radioballett des Körperfunkkollektivs zum Thema Plastik in Gewässern deutlich.

In der Abschlusskundgebung betonten Katarina Fiedler (FÖJlerin beim BUND Göttingen) und Lukas Schnermann (LoHG FösL), dass alle zum Klimaschutz beitragen können und nannten Beispiele wie die vegane Ernährung, einen geringer Plastikverbrauch oder einen Stromanbieterwechsel. Genauso unerlässlich sei aber eine konsequente Klimapolitik, wobei die Sprecher*innen auch auf die Europawahl am 26. Mai hinwiesen: „Wir zeigen mit unserer Silent Climate Parade, dass wir ambitionierte Politiker*innen und Politik wollen, die sich für den Schutz unserer Heimat, unseres Planeten, einsetzen.“ Sie schlossen mit einem Zitat von Robert Swan (Polarforscher und Umweltschützer), das die Verantwortung klar benennt: „Die größte Gefahr für unseren Planteten ist der Glaube, dass jemand anders ihn retten wird.“

„Wir freuen uns, dass so viele gekommen sind, um selbst bei diesem Wetter für eine nachhaltige Zukunft zu kämpfen.“ Erklärte Jörn Stadtlober von JANUN e.V und verwies auch auf eine wahrscheinliche Wiederholung des Formats im folgenden Jahr.

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Die Veranstaltung wird im Rahmen des Förderprogramms Generation³ aus Mitteln des Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung gefördert.

Kennenlerntreffen 29.11.2018

Du wohnst in oder in der Nähe von Göttingen und bist unter 27 Jahren alt?
Du möchtest dich für Umweltschutz und globale Gerechtigkeit einsetzen? 🌱💚🌍

Dann komm zu unserem BUNDjugend-Kennenlerntreffen am 29. November. Wir stellen die BUNDjugend vor, lernen uns gegenseitig kennen, essen gemeinsam und sammeln Ideen, was wir demnächst zusammen machen wollen.
Wenn du Interesse hast, komm einfach vorbei.
Wir freuen uns auf euch! Bringt gerne alle eure Freund*innen mit.

Neues Semester, neues Glück

am Donnerstag, dem 18.10.2018 treffen wir uns um 20:00 im GUNZ. Kommt gerne und zahlreich!

Klimafasten leicht gemacht

Klimafasten? Klar mache ich mit. Aber wenn schon, denn schon. Auf Plastik verzichten, das Auto stehen lassen? Welches Plastik, welches Auto? Nein nein, so einfach mache ich es mir nicht. Ich stelle mich einer wirklichen Herausforderung: Gute sechs Wochen werde ich auf Fleisch verzichten! – Ja, da staunt ihr über meine Wagemutigkeit!

Tatsächlich bin ich wohl in dieser Hinsicht ein Fremdkörper in meinem Freundeskreis. Nicht nur meine Ökos (wie ich sie liebevoll nenne) aus der BUNDjugend-Ortsgruppe, die in den wöchentlichen Treffen auch mal über selbstgemachte Hafermilch oder die richtige Zubereitung von Sojaschnetzeln fachsimpeln, sondern auch der restliche Großteil meiner Freunde ernährt sich längst vegetarisch. Nur ich greife noch gerne zu, wenn bei Heimatbesuchen mein Papa die Ahle Wurscht aufschneidet oder meine Mama gebratenen Lachs auftischt.
So weit bin ich schon: Fleisch muss wertgeschätzt werden, weil eben immer ein Leben dahintersteht und darum esse ich es wenig. Etwa alle zwei bis drei Wochen ungefähr und wenn ich es mal einkaufe, dann auf jeden Fall bio. An allen anderen Tagen wird vegetarisch gegessen und das ist auch der Grund, warum ich mich fachkundig in oben genannte Gespräche einmischen kann.
Aber komplett drauf verzichten? So richtig überzeugt bin ich ja noch nicht. Wenn ich da an meine Lieblingsgerichte denke, kommen an erster Stelle zwar Süßspeisen, aber gleich danach folgen Hackfleischklößchen, Rinderrouladen, Gehacktesbrötchen und so weiter und so fort. Bitte nicht falsch verstehen, ich liebe auch viele vegetarische Gerichte (ich esse im Allgemeinen einfach gerne, deshalb ist das nicht so schwierig), aber nach einiger Zeit mal ein Gericht mit Fleisch hat für mich etwas von einer Belohnung.

Werde ich also die nächsten sechs Wochen gut durchstehen? Ich denke schon. Wenn ich mir meinen aktuellen Fleischkonsum ansehe, heißt das ja nur zwei bis drei Mal mehr auf Fleisch verzichten. Ob ich mein Essverhalten allerdings langfristig verändern werde, steht auf einem anderen Blatt. Vielleicht kann ich dazu ja mehr sagen, wenn die Fastenzeit hinter mir liegt.

Hoffnungsfrohe Grüße,
Maren

P.S.: Wenn ihr selbst Lust bekommen habt, beim Klimafasten einzusteigen, überlegt euch gern, auf was ihr verzichten oder welche Verhaltensweise ihr ändern wollt. Mehr Ideen findest du auf der Seite der BUNDjugend.
Berichte gerne online über deine Erfahrungen mit dem Hashtag #klimafasten.

Nächstes Treffen 19:30

An alle, die spontan vorbei schauen wollen: Entgegen der üblichen Zeit beginnt unser Treffen am 18.01. eine halbe Stunde später, um 19:30. :) Bis dann!