Archiv für November 2013

Overpopulation and Climate Change?

Auf der COP 19 wurden von „Green Warriors of Norway“ Kondome mit dem Aufdruck „Overpopulation is the world’s biggest climate problem“ und „Don‘t fuck the climate“ verteilt. Angesichts der Tatsache, das Menschen in Ländern des globalen Nordens, im Vergleich zu Menschen in Ländern des globalen Südens, ein vielfaches der Ressourcen verbrauchen, scheint diese Kritik durch ein sehr reiches und weißes Land wie Norwegen unangemessen. Aus diesem Anlass sendete die BUNDjugend Göttingen folgenden offenen Brief an die Green Warriors of Norway:
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Schluss mit dem Morden: Rassismus entgegentreten – immer und überall!

Aufruf zur Demonstration am 29.11.2013 in Göttingen.
Wir unterstützen diese Demonstration, weil der Kampf gegen Rassismus und Nazis uns alle angeht! Alerta antifascista!

Schluss mit dem Morden: Rassismus entgegentreten – immer und überall!

antinaziNazis morden! Im November vor zwei Jahren ist der Öffentlichkeit mit dem Bekanntwerden der Mordserie des sogenannten „NSU“ die rassistische Realität in diesem Land wieder auf brutale Art und Weise vor Augen geführt worden. Was es für Migrant*innen, People of Color und Geflüchtete bedeutet, die Betroffenen von Rassismus zu sein, wurde an dieser Stelle wieder ins Bewusstsein einer sich schon längst in anderen Zeiten wähnenden Gesellschaft geholt: Die von Rassismus Betroffenen sind in diesem Land mit ihrem Leben bedroht! Menschen, die nichts dafür können, werden durch ein gesellschaftliches Vorurteil erst zu den Betroffenen gemacht, werden stigmatisiert, ausgegrenzt und diskriminiert. Bis Manche sich wegen dieser Vorurteile einfach das Recht heraus nehmen, diese Menschen in ihrer Existenz und ihrer körperlichen Unversehrtheit zu bedrohen. Dabei ist uns klar, der fruchtbare Boden, aus dem dieses mörderische Treiben erwächst, sind die rassistischen Zustände.

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Part 6: The Big Walkout!

Polluters talk, we walk
#volveremos („We will be back!“)
Walkout
„Walk Out“ auf der COP 19

Unter diesem Slogans verließen heute mehrere hundert Delegierte verschiedenster Nichtregierungsorganisationen die UN Klimakonferenz. Ein solches Bündnis auf einer Klimakonferenz ist bisher einzigartig. Mit dabei waren Organisationen wie Friends of the Earth International (BUND), Greenpeace, WWF, Oxfam International, 350.org und viele mehr. Am Ausgang des Tagungsgeländes stießen dann auch die Aktivist*innen der BUNDjugend Göttingen und JANUN zu den Delegierten.
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Part 5: „No! Here is the border!“

Street_Theater
BUNDjugend und JANUN demonstrieren für die Rechte von (Klima-)Flüchtlingen

In den Stunden vor dem „Walk Out“ demonstrierten die JANUN Aktivist*innen mit einem Straßentheaterstück gegen die Flüchtlingspolitik westlicher Länder, besonders der EU. Durch den Klimawandel werden neue Migrationswellen entstehen, welche ihre Ursache im veränderten Klima (z.B. längere und extremere Dürren) und dem ansteigenden Meeresspiegel haben. Besonders die strenge Grenzpolitik der EU, die mittels FRONTEX und der NATO (!!!) umgesetzt wird, wurde von den Aktivist*innen kritisiert (Quelle).

Angesichts der derzeitigen Politiklage wird eine Klimaerwärmung um 3,7°C erwartet. Dieser Wert liegt 0,6°C über den Versprechen die in Kopenhagen gemacht wurden (Quelle).

Part 4: Gender CC, #WTF und die Planung des großen „Walk Out“

Zu Beginn des dritten Tages trafen sich die braunschweiger Student*innen und die JANUN Aktivist*innen mit Ulrike Röhr von Gender CC (Climate Change). Ulrike und ihre Organisation setzen sich für eine geschlechtergerechte Klimapolitik ein. Dabei geht es vor allem um die Partizipation von Frauen an der Umweltpolitik. Die besondere Betroffenheit von Frauen durch den Klimawandel spielt zwar auch eine Rolle, jedoch sollte vermieden werden das Thema „Gender“ in der Kimapolitik nur auf die Opferrolle zu begrenzen. In vielen Kulturen spielen Frauen beispielsweise die entscheidende Rolle in der kleinbäuerlichen Landwirtschaft. Hier müssen Bildungsmaßnahmen ansetzen, um Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel zu vermitteln.
Ironisch gingen einige Delegierten mit dem Finanzierungsplan für den Klimaschutz um; sie trugen #WTF Buttons (Where is The Finance). Neben unzureichenden Geldmitteln für die Verminderung des Klimawandels und Anpassungsmaßnahmen, versuchen viele Staaten zusätzliche Ausgaben zu vermeiden. Dazu benennen sie beispielsweise Entwicklungshilfegelder um, sodass sie dann Klimaschutzausgaben zuzuordnen sind.
Am Abend fand dann eine weitere Climate Justice Assembly statt, auf der eine einzigartige Aktion angekündigt wurde: ein gemeinschaftlicher „Walkout“ vieler NGOs. Um Security, Polizei und anderen Akteuren keine Chance zu geben, diese Aktion zu boykottieren, wurde die Planung relativ lange geheim gehalten. Mehrere hundert Delegierte verschiedenster Organisatoren wollten am nächsten Tag gemeinsam die COP 19 verlassen, da sie in ihren Augen gescheitert ist. Solch eine Kooperation war bisher immer gescheitert. Angesichts des Weltkohlegipfels, Australiens und Kanadas Blockadehaltung und keiner Aussicht auf eine Einigungen zwischen Ländern des globalen Südens und Nordens, ist solch eine Entscheidung aber zwingend gewesen.