Bundesjugendversammlung 2014

Das vergangene Wochenende der Europawahlen nutzten zwei Mitglieder der BUNDjugend Göttingen, als Delegierte der BUNDjugend Niedersachsens nach Würzburg zu fahren, wo die Bundesjugendversammlung der BUNDjugend stattfand. Mit mehr als 50 Delegierten aus fast allen Bundesländern war die Versammlung so gut besucht wie nie zuvor. Nachdem Freitag das Kennenlernen und Vorstellen der Aktivitäten der einzelnen Landesverbände stattfand, ging es Samstag an die Arbeit. Verschiedene inhaltliche und auch richtlinienändernde Anträge wurden bestimmt, die nun das kommende Jahr der BUNDjugend prägen sollen.

Im Fokus stand der Leitantrag „Der Wolf im Schafspelz – TTIP Stoppen!“, der besagt, dass die BUNDjugend TTIP (das Transatlantische Freihandelsabkommen, Transatlantic Trade and Investment Partnership) und auch andere Freihandelsabkommen, z.B.: CETA generell ablehnt, da zu erwarten ist, dass solche Abkommen erhebliche Gefahren für fast jeden Lebensbereich (z. B. Nahrungsmittelproduktion, aber auch Gefahr für die kulturelle Vielfalt Europas) darstellen. Leitantrag zum Nachlesen
Hierzu kam auch Hubert Weiger, Vorsitzender des BUND, zu Besuch und beantwortete uns alle Fragen, die wir zu TTIP hatten. Er appellierte an uns, aktiv gegen das TTIP zu arbeiten.
Nach einigen Änderungen wurde der Antrag einstimmig beschlossen.

Weniger einig waren sich die Delegierten in der Wahl eines neuen Logos, einer Quotierung bei der Wahl des Bundesvorstands, sowie der Änderung des Namens der „Bundesjugendleitung“ zu „Bundesvorstand der Jugend“, doch auch all diese Änderungen wurden festgelegt. Außerdem spricht sich die BUNDjugend offiziell Migrant*innen und Flüchtlingen gegenüber solidarisch aus und fordert „den Entzug der Lebensgrundlage völkerrechtlich […] als unbestreitbaren Grund für Migration und Flucht“ in der Genfer Flüchtlingskonvention (GFK) anzuerkennen, da bisher Folgen des Klimawandels rechtlich meist nicht als Migrationsgrund angesehen werden (Quelle).
Hier gibt es die Petition dazu

Ungefähr um Mitternacht war schließlich auch der letzte Diskussionsbedarf gestillt und der letzte Antrag abgestimmt und es ging in die wohlverdiente Nachtruhe beziehungsweise Nachtaktivitäten. Am Sonntag fanden die Wahlen zum neuen Bundesvorstand statt, wo es drei Ämter zu besetzen galt und ein spannendes Wochenende fand sein Ende.