Archiv der Kategorie 'Berichte'

Laut und bunt für die Energiewende


Falls Unklarheit besteht, wie das Transpi zu verstehen ist: Hier gibt es Hinweise dazu, wenn auch nicht (1) ganz (2) aktuell (3).

In den sieben Landeshauptstädten Düsseldorf, Hannover, Kiel, Potsdam, München, Mainz und Wiesbaden sowie in Freiburg gingen am 22.03. insgesamt 30.000 Menschen gegen ein Ausbremsen der Energiewende und für den schnellen Abschied von atomaren und fossilen Energieträgern auf die Straße. Bei den Kundgebungen forderten mehrere Redner den beschleunigten Ausbau von Wind- und Solarkraftwerken. Kritisiert wurden Pläne der Bundesregierung, die Förderung der Photovoltaik und der Windkraft an Land zu begrenzen.
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BUNDjugend bei der „Wir haben es satt!“-Demo 2014

Hier noch etwas verspätet ein kurzer Bericht und ein Bild von der Demo aus Berlin:

30.000 Menschen demonstrierten am Samstag, den 18.01.2014, für eine ökologisch-soziale Agarwende. Darunter befanden sich auch 250 BUNDjugendliche, die aus dem ganzen Bundesgebiet angereist waren und sich lautstark in bunten Tier- und Gemüsekostümen für eine ökologische, nachhaltige und gerechte Landwirtschaft einsetzten. Mit dem Slogan “Hans-Peter, verschieb es nicht auf später” forderten wir Landwirtschaftsminister Hans-Peter Friedrich auf, jetzt dafür zu sorgen, dass es kein Weiter-so zu Lasten zukünftiger Generationen geben wird.

Es fand ein Tauziehen zwischen Tieren, Gemüse und Bürger*innen auf der einen Seite und der Lebensmittelindustrie auf der anderen Seite statt; Kühe, Schweine und Hühner forderten die Abschaffung der Massentierhaltung und Pflanzen erklärten lautstark, sie wollten nicht in Monokulturen wachsen. Eindrücke der vielfältigen kreativen Forderungen vermittelt das Flickr-Album des Bundesverbands

Text: bundjugend.de

Part 6: The Big Walkout!

Polluters talk, we walk
#volveremos („We will be back!“)
Walkout
„Walk Out“ auf der COP 19

Unter diesem Slogans verließen heute mehrere hundert Delegierte verschiedenster Nichtregierungsorganisationen die UN Klimakonferenz. Ein solches Bündnis auf einer Klimakonferenz ist bisher einzigartig. Mit dabei waren Organisationen wie Friends of the Earth International (BUND), Greenpeace, WWF, Oxfam International, 350.org und viele mehr. Am Ausgang des Tagungsgeländes stießen dann auch die Aktivist*innen der BUNDjugend Göttingen und JANUN zu den Delegierten.
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Part 5: „No! Here is the border!“

Street_Theater
BUNDjugend und JANUN demonstrieren für die Rechte von (Klima-)Flüchtlingen

In den Stunden vor dem „Walk Out“ demonstrierten die JANUN Aktivist*innen mit einem Straßentheaterstück gegen die Flüchtlingspolitik westlicher Länder, besonders der EU. Durch den Klimawandel werden neue Migrationswellen entstehen, welche ihre Ursache im veränderten Klima (z.B. längere und extremere Dürren) und dem ansteigenden Meeresspiegel haben. Besonders die strenge Grenzpolitik der EU, die mittels FRONTEX und der NATO (!!!) umgesetzt wird, wurde von den Aktivist*innen kritisiert (Quelle).

Angesichts der derzeitigen Politiklage wird eine Klimaerwärmung um 3,7°C erwartet. Dieser Wert liegt 0,6°C über den Versprechen die in Kopenhagen gemacht wurden (Quelle).

Part 4: Gender CC, #WTF und die Planung des großen „Walk Out“

Zu Beginn des dritten Tages trafen sich die braunschweiger Student*innen und die JANUN Aktivist*innen mit Ulrike Röhr von Gender CC (Climate Change). Ulrike und ihre Organisation setzen sich für eine geschlechtergerechte Klimapolitik ein. Dabei geht es vor allem um die Partizipation von Frauen an der Umweltpolitik. Die besondere Betroffenheit von Frauen durch den Klimawandel spielt zwar auch eine Rolle, jedoch sollte vermieden werden das Thema „Gender“ in der Kimapolitik nur auf die Opferrolle zu begrenzen. In vielen Kulturen spielen Frauen beispielsweise die entscheidende Rolle in der kleinbäuerlichen Landwirtschaft. Hier müssen Bildungsmaßnahmen ansetzen, um Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel zu vermitteln.
Ironisch gingen einige Delegierten mit dem Finanzierungsplan für den Klimaschutz um; sie trugen #WTF Buttons (Where is The Finance). Neben unzureichenden Geldmitteln für die Verminderung des Klimawandels und Anpassungsmaßnahmen, versuchen viele Staaten zusätzliche Ausgaben zu vermeiden. Dazu benennen sie beispielsweise Entwicklungshilfegelder um, sodass sie dann Klimaschutzausgaben zuzuordnen sind.
Am Abend fand dann eine weitere Climate Justice Assembly statt, auf der eine einzigartige Aktion angekündigt wurde: ein gemeinschaftlicher „Walkout“ vieler NGOs. Um Security, Polizei und anderen Akteuren keine Chance zu geben, diese Aktion zu boykottieren, wurde die Planung relativ lange geheim gehalten. Mehrere hundert Delegierte verschiedenster Organisatoren wollten am nächsten Tag gemeinsam die COP 19 verlassen, da sie in ihren Augen gescheitert ist. Solch eine Kooperation war bisher immer gescheitert. Angesichts des Weltkohlegipfels, Australiens und Kanadas Blockadehaltung und keiner Aussicht auf eine Einigungen zwischen Ländern des globalen Südens und Nordens, ist solch eine Entscheidung aber zwingend gewesen.