Das Projekt:
„Keinkaufswagen“ stammt ursprünglich aus der Schweiz (Bern). Die Verwendung ausrangierter Einkaufswagen soll auf die Möglichkeiten zum Verzicht auf Konsum und die Eigenproduktion hinweisen. Weiterführende Infos findest du auf www.keinkaufswagen.ch.

Als kreative, öffentlichkeitswirksame Variante des Urban Gardening soll Keinkaufswagen dafür sorgen, die Produktionsweisen von Lebensmitteln wieder stärker in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken.
Derzeit herrscht eine starke Entfremdung der Menschen von ihren Nahrungsmitteln und deren Produktion, was zu einer Geringschätzung dieser führt. Ein Symptom dieser Entwicklung ist der Umgang mit Lebensmitteln: Immer billiger müssen sie werden, gleichzeitig landen jedes Jahr Millionen Tonnen noch genießbarer Lebensmittel im Müll. Die Folgen einer von kapitalistischen Gewinnmaximierungslogiken bestimmten Nahrungsmittelindustrie.
In letzter Zeit hat das Urban Gardening einen starken Aufschwung erlebt. Immer mehr Menschen bauen im eigenen oder in Gemeinschaftsgärten Gemüse an. Gleichzeitig findet die Protestbewegung für kleinbäuer*innenliche Landwirtschaft und gegen Agrarfabriken auch im ländlich geprägten Niedersachsen immer mehr Anhänger*innen.
„Keinkaufswagen“ soll einen Beitrag zu dieser Bewegung leisten.

2012 importierte die neu gegründete Jugendgruppe des Bundes für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) die Keinkaufswagen-Idee nach Göttingen. Zehn uns zur Verfügung gestellte Einkaufswagen wurden recycelt, mit Erde befüllt, bepflanzt und anschließend kostenlos an Interessierte verteilt. Einer der Wagen, vor dem Göttinger Umwelt- und Naturschutzzentrum (GUNZ) platziert, wurde vom Onlinemagazin Goest zum Bild der Woche gekürt.