Tag-Archiv für 'demo'

Ende Gelände Demonstration: Aktionswochenende Rheinland Teil 2

Für die, die noch länger Zeit hatten, in Bonn zu bleiben, wurden auch die darauffolgenden Tage nicht langweilig.
Es gab am Sonntag, 5. November, eine angemeldete Demonstration gegen Braunkohle, die im Bahnhof Buir um 9 Uhr morgens begann. Fürs Klima steht man schließlich gerne früh auf!
Obwohl die komplett legale Demo erstmal von Einschüchterungsversuchen durch die Polizei aufgehalten wurde (Strohsäcke wurden als Waffe deklariert und mussten abgegeben werden, die Polizei forderte pro 30 Demonstrant*innen eine*n Ordner*in statt der üblicheren 1:50, und es gab eine Sichtkontrolle, bei der alle durch eine schmalere Stelle zwischen zwei Mannschaftswagen und Reihen der in voller Montur gekleideten Polizei geschleust wurden, was ewig dauerte), blieb die Stimmung durchweg friedlich und voller Zielstrebigkeit. Es wurden Lieder angestimmt und Sprechchöre, es wurde zur Musik der Lautsprecherwagen getanzt und im Laufe der Demo verließen uns nach und nach die verschiedenen „Finger“, also Gruppen der Demo, die versuchen wollten in den Braunkohletagebau zu gelangen und dort zum Stillstand der Kohlebagger zu führen.

EndeGelaendeDemo
Ein „Finger“ verlässt die Demo, um in den Tagebau zu gelangen

Auch touristisch gesehen, war es eine spannende Demo. Als erstes ging es durch den Ortsteil Morschenich, der schon teilweise verlassen ist und in Zukunft dem Tagebau Hambach zum Opfer fallen wird. Es war echt rührend, wie die übrig gebliebenen Bewohner*innen aus ihren Häusern kamen und uns zuwunken und teilweise das Gespräch mit Aktiven suchten.
Danach kamen wir am Hambacher Forst vorbei, in dem zur Zeit ungefähr 80 Aktivist*innen in Baumhäusern das Abholzen der Bäume durch den Energiekonzern RWE verhindern. Davor liegt außerdem noch eine Wiese, die ein Jurist in einem unachtsamen Moment von RWE gekauft hat und seitdem Camper dort „duldet“.

Kohlekraftwerk
Und hinter der Grube qualmen schon die Kohlekraftwerke

Und direkt daneben beginnt das riesige Loch des Tagebaus, das die Kohlebagger seit Jahren immer weiter vergrößern und dem schon 90% des Hambacher Forstes, viele Ortschaften und die Autobahn A 4 weichen mussten. Fünf Kohlekraftwerke stehen in dieser Region. Dieser Tagebau ist eine der größten Kohlenstoffdioxidquellen Europas (Quelle).
Schließlich schaffte es auch der letzte „Finger“ in den Tagebau, die Polizei lief ihm ein bisschen hilflos hinterher.

Polizei
„Sustaina-Claus“ mit der Polizei an der Abbruchkante

Großdemonstration zum Klimawandel in Bonn: Aktionswochenende Rheinland Teil 1

Am Samstagmorgen, dem 4. November 2017, noch vor Morgengrauen, machten sich Aktive der BUNDjugend Göttingen auf, mit dem Bus des BUND Göttingen nach Bonn zur Großdemonstration anlässlich des dort am Montag beginnenden Klimagipfels zu fahren. Schon im Bus herrschte eine ausgelassene, erwartungsfrohe Stimmung – vielleicht würde die Demo ja die momentan stattfindenden Koalitionsverhandlungen beeinflussen!
Gegen Mittag kamen wir in Bonn an, bewaffnet mit Fahnen und Bannern – „Klima retten! Kohle stoppen!“.


Foto: Jörg Farys / BUND

Nach und nach versammelten sich die Menschenmassen auf dem Münsterplatz und als es losgehen sollte, ging es erst lange gar nicht los! Wir waren einfach immens viele. Die ersten waren zwar schon lange unterwegs, aber der Platz geriet immer noch kaum in Bewegung. Die Stimmung war grandios und als dann endlich die Durchsage kam, wir seien 25 000 Demonstrant*innen, jubelte die Menge.

Die größte Demonstration gegen Kohle, die Deutschland je gesehen hat!

Trommelgruppen und mehrsprachige Demosprüche „Plus chaud, plus chaud, plus chaud que le climat!“, „What do we want? – Climate justice! – When do we want it? – Now!“ oder „Hopp, hopp, hopp, Kohle stopp!“ heizten die Stimmung an und sorgten für Unterhaltung und schwache Erinnerungen an den Französischunterricht in der Schule. Es war einfach so motivierend zu sehen, wie vielen Menschen aus aller Welt der Schutz des Klimas so viel bedeutetete wie uns.

Wir haben es auch 2015 noch satt!

Wir haben es satt 2015 Am Samstag, den 17. Januar fand zum 5. Mal in Folge die Großdemonstration „Wir haben es satt!“ in Berlin statt. Bei sonnigem Wetter und milden Temperaturen demonstrierten knapp 50.000 Menschen für eine nachhaltige Landwirtschaft und vor allem gegen das Transatlantische Freihandelsabkommen -TTIP. Mittendrin: Wir von der BUNDjugend.

Die Bundesgeschäftsstelle der BUNDjugend hatte alle Interessierten zu einem Aktionswochenende nach Berlin-Steglitz eingeladen, um dort eine gemeinsame Aktion für die Demo zu planen und vorzubereiten. Aus dem ganzen Bundesgebiet reisten etwa 270 BUNDjugend Mitglieder an, um dem Druck auf die Regierung ein Gesicht zu verleihen. Unter dem Motto: „TTIP vom Acker jagen“, haben sich mehrere Teilnehmer*innen in Tierkostümen symbolisch über das Freihandelsabkommen hergemacht und es wieder über den Atlantik geschickt.
Im Anschluss an die Aktion begann die Demonstration, bei der eine breite Öffentlichkeit vom Potsdamer Platz bis zum Bundestag gezogen ist und mit Kostümen, Schildern, Fahnen und viel Musik ihren Forderungen Nachdruck verlieh.
Im Anschluss an die Demonstration gab es in der Heinrich-Böll-Stiftung eine warme Mahlzeit für jeden. Die Volks-Küche bekochte die Teilnehmer mit Eintopf und Salaten. Dort gab es außerdem viel Raum für Gespräche und angeheizte Diskussionen, die wir auch in Steglitz am Abend in ausgelassenen Runden noch einmal aufgegriffen haben.
Am Sonntag war das Treffen leider schon wieder vorbei und wir fuhren mit Zuversicht wieder nach Hause, um uns auf die nächste Aktion mit der BUNDjugend freuen zu können.

Und hier gibt es auch noch weitere Bilder!

Wir haben TTIP & Co. satt! – Demo und Vernetzungstreffen

Wir haben es satt 2015

Aufruf zur 5. „Wir haben es satt!“ Demo am 17.01.15 in Berlin

Bereits zum fünften Mal organisiert ein breites Bündnis anlässlich der „Grünen Woche“, der weltweit wichtigsten Messe für Landbau und Nahrungsmittelwirtschaft, die Wir haben es satt – Demo, Startpunkt ist um 12 Uhr der Potsdamer Platz in Berlin. Wie schon in den vergangenen Jahren wollen wir als BUNDjugend auf dieser Demo in einem großen, gut sichtbaren Block unseren Forderungen für eine ökologische und soziale Agrarwende Nachdruck verleihen und gemeinsam Spaß haben.

Rund um die Demo bieten wir euch vom 16. bis 18. Januar eine gemeinschaftliche Unterkunft und Verpflegung in Berlin – inklusive einem Rahmenprogramm mit Möglichkeiten zum Kennenlernen, Austauschen und Diskutieren.

Wir übernachten in einer Schule – gut angebunden und zentral gelegen beim Rathaus Steglitz in Berlin. Bitte bringt euch Isomatten und Schlafsäcke mit.
Tierfabriken, Gentechnik und TTIP/CETA – schmeckt uns nicht!

Die Agrarindustrie baut riesige Fabriken, in denen Tiere in Massen und unter qualvollen Bedingungen gehalten werden. Der Markt bietet Fleisch zu Billigpreisen an. Die Äcker sind geprägt von Monokulturen und Gentechnik wird weiterhin in großem Maße gefördert. Darüber hinaus droht das Freihandelsabkommen zwischen Europa und den USA hart erkämpfte Fortschritte zurück zu drehen. In der Politik gibt es weiterhin viele Blockierer, die freiwillig kaum etwas zur Agrarwende beitragen.

Deshalb brauchen wir euch! Kommt im Januar zahlreich nach Berlin!

 
Natürlich könnt ihr von Göttingen aus auch nur zur Demo fahren:

Abfahrt in Göttingen: Zoologie, Berliner Str. 28 um 07.00 Uhr

Zustieg Northeim: ARAL-Autohof um 07.30 Uhr

Kosten: 20 € (Soli 15 €, Unterstützer 25 €)

--> BUND-Mitglied fahren kostenlos zur Demo. Mehr Infos hierzu beim BUND Göttingen!

Fahrkarten beim BUND Göttingen, Geiststraße 2, 0551/56156, mail@bund-goettingen.de oder im Roten Buchladen. Interessierte, die Lust haben sich gemeinsam kreative Ideen für Banner oder Verkleidung zu überlegen, können sich gern per Mail oder Telefon melden.

Eindrücke von der Energiewende-Demo und dem Aktionswochenende „Energiewende entern statt kentern!“

Bootsdemo auf der Spree Mit uns in den Untergang - Merkel und Gabriel fahren Floß
Bootsdemo auf der Spree
Mit uns in den Untergang – Merkel und Gabriel lassen die Energiewende kentern

Am 10. Mai 2014 fand in Berlin eine Großdemonstration zur Rettung der Energiewende statt. Bei sonnigem Wetter protestierten am Samstag-Nachmittag etwa 12.000 Menschen für die Beschleunigung des Ausstiegs aus Kohle und Atom, sowie den Ausbau der erneuerbaren Energien. Um diese Demonstration herum veranstaltete die Bundesgeschäftsstelle der BUNDjugend ein Aktionswochenende. Das Ziel war es, einen Jugendblock in Gestalt von Piraten zu versammeln, die als Klimapiraten die Energiewende entern und wieder in Bürgerhände bringen.
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