Tag-Archiv für 'tierhaltung'

BUNDjugend bei der „Wir haben es satt!“-Demo 2014

Hier noch etwas verspätet ein kurzer Bericht und ein Bild von der Demo aus Berlin:

30.000 Menschen demonstrierten am Samstag, den 18.01.2014, für eine ökologisch-soziale Agarwende. Darunter befanden sich auch 250 BUNDjugendliche, die aus dem ganzen Bundesgebiet angereist waren und sich lautstark in bunten Tier- und Gemüsekostümen für eine ökologische, nachhaltige und gerechte Landwirtschaft einsetzten. Mit dem Slogan “Hans-Peter, verschieb es nicht auf später” forderten wir Landwirtschaftsminister Hans-Peter Friedrich auf, jetzt dafür zu sorgen, dass es kein Weiter-so zu Lasten zukünftiger Generationen geben wird.

Es fand ein Tauziehen zwischen Tieren, Gemüse und Bürger*innen auf der einen Seite und der Lebensmittelindustrie auf der anderen Seite statt; Kühe, Schweine und Hühner forderten die Abschaffung der Massentierhaltung und Pflanzen erklärten lautstark, sie wollten nicht in Monokulturen wachsen. Eindrücke der vielfältigen kreativen Forderungen vermittelt das Flickr-Album des Bundesverbands

Text: bundjugend.de

BuJu goes Berlin

Mit einem etwas aufgehübschten Transpi geht es morgen nach Berlin zur diesjährigen „Wir-haben-es-satt“-Demo!


Wir haben Agrarindustrie satt! Gutes Essen. Gute Landwirtschaft. Für Alle!

+++ Mehr als 840 Millionen Menschen hungern weltweit +++ Höfesterben in Deutschland: jedes Jahr schließen 10.000 Betriebe +++ Deutschland importiert Ernährungsgüter im Umfang von über 18 Millionen Hektar +++ 40 Millionen neue Mastplätze für Hühner und 2,5 Millionen Mastplätze für Schweine in Deutschland geplant +++ Antibiotika-Resistenzen aus der Tiermast bedrohen die Gesundheit +++ Freihandelsabkommen zwischen EU und USA könnte Gentechnik die Tür öffnen +++ Drei multinationale Unternehmen kontrollieren weltweit über 50 % des Saatguthandels +++ Jedes Jahr stirbt ein Drittel der Bienenvölker in Europa und in den USA +++

Weltweit sind die Folgen der agrarindustriellen Massenproduktion für Bäuerinnen und Bauern, Verbraucherinnen und Verbraucher, Tiere und Umwelt dramatisch. Die neue Bundesregierung muss jetzt handeln und für eine gerechte und global verantwortliche Agrarpolitik sorgen. Schluss mit der Klientelpolitik für die Agrarindustrie! Dafür braucht es unseren Protest! Am 18. Januar 2014 werden wir für eine bäuerliche und ökologischere Landwirtschaft mit vielen Tausend Menschen in Berlin auf die Straße gehen. Für gutes Essen und gute Landwirtschaft für alle und weltweit!

Von Göttingen aus fährt ein Bus dorthin, Abfahrt um 6:00 an der Zoologie. Mehr Infos dazu beim BUND Göttingen

Und nein, einen schwarzen Block wird es wohl eher nicht geben ;)

7.000 Menschen demonstrierten in Wietze für eine bessere Landwirtschaft

Am vergangenen Wochenende demonstrierten ca. 7.000 Menschen in Wietze friedlich für eine bessere Landwirtschaft. Neben dem Erdölmuseum trübt auch Europas größter Geflügelschlachthof den Anblick der sonst beschaulichen Ortschaft.
Auch wenn der Bus aus Göttingen wegen eines Staus die anfängliche Kundgebung verpasste, so waren wir doch pünktlich für die Umzingelung des Schlachthofes vor Ort. Mit dabei waren wieder die beiden wütenden Hühner. Nach der Kundgebung und der Umzingelung folgten noch Konzerte, unter anderem von der Berliner Ska-Band Ratatöska.
Das mediale Echo auf die Veranstaltung war leider geringer als erhofft. Auch deswegen ist es wichtig im Januar, bei der nächsten „WIR HABEN ES SATT“-Demo, in Berlin, dabei zu sein!
Hier ein paar Impressionen von der Demo:

Weitere Bilder gibt es HIER.

Stand in der Stadt

Vergangenes Wochenende machten Mitglieder von BUND und BUND-Jugend auf die anstehende Demonstration gegen Agrarindustrie, Massentierhaltung etc. aufmerksam.
Ein Blickfang waren dabei die beiden Hühner mit ihren Schildern:
„Ich bin so wütend, ich habe mir sogar ein Hühnerkostüm angezogen!
und
Ich lebe mit 22 Artgenossen auf einem Quadratmeter.
Mit dieser Aktion und folgenden Diskussionen mit Passanten konnten einem breiten Publikumsspektrum die besagten Problematiken anschaulich näher gebracht werden.
In wenigen Tagen ist es soweit! Wir sehen euch in Wietze!

Wir haben es satt! – Auch im Sommer

Hier nun die Infos zur Mitfahrgelegenheit ab Göttingen:

Abfahrt in Göttingen: 11 Uhr Berliner Straße 28, Zoologie
Abfahrt in Wietze: ca. 21 Uhr
Preis pro Fahrkarte: 15 €
Fahrkarten nur im Vorverkauf beim BUND Göttingen, Geiststraße 2, Tel: 0551-56156, mail@bund-goettingen.de

+++

Demo in WietzeAm 31. August, wenige Wochen vor der Bundestagswahl, soll in Wietze, einem kleinen Dörfchen in der Nähe von Celle eine Großdemo zur Agrarpolitik stattfinden. Eine Großdemo auf dem Dorf? Nun ja, dafür gibt es einen eindeutigen Grund: In Wietze befindet sich Europas größter Geflügelschlachthof, in dem täglich ca. 400.000 Tiere geschlachtet werden. In einem breiten Bündnis rufen wir zu der Demonstration auf und kritisieren die fehlgeleitete deutsche und europäische Agrapolitik, in der gerade solche Großprojekte der Agrar- und „Lebensmittel“-Industrie massiv subventioniert werden und ökologische und soziale Fragen allenfalls zweitrangig sind. Auf der Internetseite werden die Probleme der Massentierhaltung sehr treffend zusammengefasst:

  • Megaställe, die bäuerliche Landwirtschaft verdrängen und Anwohner, Regionen und Umwelt belasten.
  • Tiere, die auf viel zu engem Raum und mit Hilfe von Antibiotika qualvoll gehalten werden.
  • Bauern, die keine fairen Preise für ihre Erzeugnisse bekommen und von der Agrarindustrie verdrängt werden.
  • Fleisch, das in Überschüssen produziert und zu Dumpingpreisen in die Länder des Südens exportiert wird, wo es kleinbäuerliche Märkte zerstört.
  • Menschen, die in Schlachthöfen zu Dumpinglöhnen und unsozialen Bedingungen arbeiten.
  • Futter, das vielerorts in Monokulturen angebaut wird und in Lateinamerika zu Landkonflikten führt.
  • Gülle, die Böden und Trinkwasser verseucht.
  • Essen, dem wir nicht vertrauen können.

Aber es geht nicht nur darum, Probleme immer wieder ins Bewusstsein zu rufen, sondern gleichzeitig Alternativen einzufordern: Kleine, lokale, ökologisch und sozial verträgliche Strukturen ohne massiven Kunstdünger-, Chemie- und Kraftfutter- und Medikamenteinsatz und Gewinnmaximierung auf Kosten von Tieren, Umwelt, Klima und Menschen.

Geplant ist, nicht nur zu demonstrieren, sondern den Schlachthof mit einer Menschenkette zu umzingeln. Also kommt zahlreich, damit die Kette keine Lücken aufweist!
Bauernhöfe statt Agrarfabriken!

Von Göttingen aus werden Busse zur Demo fahren, Ort und Zeit siehe oben.

Für alle, denen das nicht reicht, wird rund um das Demo-Wochenende noch mehr geboten: Vom 29. August bis zum 1. Semptember wird dort ein Aktionscamp stattfinden, mit Podiumsdiskussion, Workshops, gutem veganem Essen uvm.