Tag-Archiv für 'vernetzung'

Wir haben TTIP & Co. satt! – Demo und Vernetzungstreffen

Wir haben es satt 2015

Aufruf zur 5. „Wir haben es satt!“ Demo am 17.01.15 in Berlin

Bereits zum fünften Mal organisiert ein breites Bündnis anlässlich der „Grünen Woche“, der weltweit wichtigsten Messe für Landbau und Nahrungsmittelwirtschaft, die Wir haben es satt – Demo, Startpunkt ist um 12 Uhr der Potsdamer Platz in Berlin. Wie schon in den vergangenen Jahren wollen wir als BUNDjugend auf dieser Demo in einem großen, gut sichtbaren Block unseren Forderungen für eine ökologische und soziale Agrarwende Nachdruck verleihen und gemeinsam Spaß haben.

Rund um die Demo bieten wir euch vom 16. bis 18. Januar eine gemeinschaftliche Unterkunft und Verpflegung in Berlin – inklusive einem Rahmenprogramm mit Möglichkeiten zum Kennenlernen, Austauschen und Diskutieren.

Wir übernachten in einer Schule – gut angebunden und zentral gelegen beim Rathaus Steglitz in Berlin. Bitte bringt euch Isomatten und Schlafsäcke mit.
Tierfabriken, Gentechnik und TTIP/CETA – schmeckt uns nicht!

Die Agrarindustrie baut riesige Fabriken, in denen Tiere in Massen und unter qualvollen Bedingungen gehalten werden. Der Markt bietet Fleisch zu Billigpreisen an. Die Äcker sind geprägt von Monokulturen und Gentechnik wird weiterhin in großem Maße gefördert. Darüber hinaus droht das Freihandelsabkommen zwischen Europa und den USA hart erkämpfte Fortschritte zurück zu drehen. In der Politik gibt es weiterhin viele Blockierer, die freiwillig kaum etwas zur Agrarwende beitragen.

Deshalb brauchen wir euch! Kommt im Januar zahlreich nach Berlin!

 
Natürlich könnt ihr von Göttingen aus auch nur zur Demo fahren:

Abfahrt in Göttingen: Zoologie, Berliner Str. 28 um 07.00 Uhr

Zustieg Northeim: ARAL-Autohof um 07.30 Uhr

Kosten: 20 € (Soli 15 €, Unterstützer 25 €)

--> BUND-Mitglied fahren kostenlos zur Demo. Mehr Infos hierzu beim BUND Göttingen!

Fahrkarten beim BUND Göttingen, Geiststraße 2, 0551/56156, mail@bund-goettingen.de oder im Roten Buchladen. Interessierte, die Lust haben sich gemeinsam kreative Ideen für Banner oder Verkleidung zu überlegen, können sich gern per Mail oder Telefon melden.

Bundesjugendversammlung 2014

Das vergangene Wochenende der Europawahlen nutzten zwei Mitglieder der BUNDjugend Göttingen, als Delegierte der BUNDjugend Niedersachsens nach Würzburg zu fahren, wo die Bundesjugendversammlung der BUNDjugend stattfand. Mit mehr als 50 Delegierten aus fast allen Bundesländern war die Versammlung so gut besucht wie nie zuvor. Nachdem Freitag das Kennenlernen und Vorstellen der Aktivitäten der einzelnen Landesverbände stattfand, ging es Samstag an die Arbeit. Verschiedene inhaltliche und auch richtlinienändernde Anträge wurden bestimmt, die nun das kommende Jahr der BUNDjugend prägen sollen.
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Part 4: Gender CC, #WTF und die Planung des großen „Walk Out“

Zu Beginn des dritten Tages trafen sich die braunschweiger Student*innen und die JANUN Aktivist*innen mit Ulrike Röhr von Gender CC (Climate Change). Ulrike und ihre Organisation setzen sich für eine geschlechtergerechte Klimapolitik ein. Dabei geht es vor allem um die Partizipation von Frauen an der Umweltpolitik. Die besondere Betroffenheit von Frauen durch den Klimawandel spielt zwar auch eine Rolle, jedoch sollte vermieden werden das Thema „Gender“ in der Kimapolitik nur auf die Opferrolle zu begrenzen. In vielen Kulturen spielen Frauen beispielsweise die entscheidende Rolle in der kleinbäuerlichen Landwirtschaft. Hier müssen Bildungsmaßnahmen ansetzen, um Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel zu vermitteln.
Ironisch gingen einige Delegierten mit dem Finanzierungsplan für den Klimaschutz um; sie trugen #WTF Buttons (Where is The Finance). Neben unzureichenden Geldmitteln für die Verminderung des Klimawandels und Anpassungsmaßnahmen, versuchen viele Staaten zusätzliche Ausgaben zu vermeiden. Dazu benennen sie beispielsweise Entwicklungshilfegelder um, sodass sie dann Klimaschutzausgaben zuzuordnen sind.
Am Abend fand dann eine weitere Climate Justice Assembly statt, auf der eine einzigartige Aktion angekündigt wurde: ein gemeinschaftlicher „Walkout“ vieler NGOs. Um Security, Polizei und anderen Akteuren keine Chance zu geben, diese Aktion zu boykottieren, wurde die Planung relativ lange geheim gehalten. Mehrere hundert Delegierte verschiedenster Organisatoren wollten am nächsten Tag gemeinsam die COP 19 verlassen, da sie in ihren Augen gescheitert ist. Solch eine Kooperation war bisher immer gescheitert. Angesichts des Weltkohlegipfels, Australiens und Kanadas Blockadehaltung und keiner Aussicht auf eine Einigungen zwischen Ländern des globalen Südens und Nordens, ist solch eine Entscheidung aber zwingend gewesen.

Part 3: Networks!

Auch ein Vernetzungstreffen mit anderen Jugendumweltorganisationen bei der „Climate Justice Assembly“ stand auf unserem Programm.
westandwithyou
Climate Justice Assembly #westandwithyou

Zudem trafen sich die Student*innen und JANUN-Aktivist*innen auch mit Emma Biermann von 350.org. Die Zahl 350 bezieht sich auf den erstrebenswerten Anteil von 350 ppm (parts per million) CO2 in der Atmosphäre. 350.org ist dabei eine Mischung aus Graswurzelbewegung und NGO, welche weltweit versucht, mediale Aufmerksamkeit auf die mit dem Klimawandel assoziierten Probleme zu lenken. Ihr Ansatz und ihre Quelle für Motivation ist dabei nicht das „Bekehren“ der „aktiven Gegner“, sondern vielmehr das Überzeugen von Menschen mit „neutraler Meinung“ und „passiven Gegnern“, also das Verbreiten der Graswurzelbewegung. Bis zur COP 21 in Paris in zwei Jahren müsse noch viel geschehen. Dabei ist Emmas Strategie klar: Nicht erst auf den Klimakonferenzen muss gehandelt werden sondern davor. Die Delegierten der Staaten reisen stets bereits mit einer strikten Agenda an. Sie erst zur Konferenz zu überzeugen und durch medialen Druck zum Einlenken zu bewegen, ist dann nicht möglich.

Vernetzungstreffen 2.0

Da die Beteiligung am letzten Vernetzungstreffen auf Grund der kurzfristigen Neuterminierung leider nicht so groß war, wie erhofft, die Beteiligten dasselbige aber als sehr bereichernd empfunden und auch Menschen, die nicht dabei sein konnten, den Wunsch geäußert haben, dass so ein Treffen erneut stattfindet, hier der Termin für das großartige Jugend-Ökogruppenvernetzungstreffen 2.0 – juchu!

Stattfinden soll das Ganze am 04.07. ab 18 Uhr. Vielen Beteiligten passt Donnerstag ganz gut, deswegen hat die BUNDjugend sich entschlossen, diesmal nicht noch groß rumzudoodeln, sondern den Termin gleich festzulegen. Über zahlreiches Erscheinen würden wir uns freuen :-)

Ansonsten soll das Ganze wie beim ersten Mal ablaufen, also in Form eines netten, gemeinschaftlichen, vegetarisch-veganen Grillens.

Unser Vorschlag für den Ort, an dem wir uns treffen wollen, ist wieder der Friedensgarten in Grone, wir warten allerdings noch auf die Bestätigung von Janun.

Der inhaltliche Austausch kann dieses Mal möglicherweise ein bisschen mehr Platz einnehmen, aber auch das nette Miteinander soll nicht zu kurz kommen.